Rutschfreie Fußbodenbeläge
Was vor fünf Jahren noch eine große Ausnahme war, wird gegenwärtig mehr und mehr nach
gefragt – Gleitfestigkeit und Antirutschbeschichtungen. Beides wichtig für die Vermeidung
von Stürzen. Abteilungsleiter Andreas Winkler erzählt: Gut in Erinnerung ist ihm noch das
Objekt Wiesenstraße 3-21 der WG Aufbau. Dort bestand die Aufgabe innerhalb der
Rekonstruktion von Plattenbauten ein durchgehendes Gebäude mit gleichen Niveauebenen zu
schaffen, das sich durch Barrierefreiheit
auszeichnet. „Meine Abteilung hatte die gesamten Fußböden zu verlegen. Ehe es aber soweit
war, mussten erst die Niveauunterscheide ausgeglichen, Stufen und Absätze zurückgebaut und
rollstuhlgerechte Gänge und Auffahrten geschaffen werden. Um das zu meistern, haben wir
wirklich viel Herzblut vergossen und mit Tricks und Kniffen ohne Ende gearbeitet.“ Stark
im Kommen sind bei vielen Herstellern Sicherheitsbeläge. Diese besitzen spezielle
Oberflächen, die hohe Gleitwiderstandswerte aufweisen. Doch auch Beläge, die schon verlegt
sind, können mit Antirutschbeschichtungen, einer Art Versiegelung, die die Oberfläche
strukturiert, speziell behandelt werden. Diese Methode ist im Sporthallenbau recht
verbreitet und wurde zur Anwendung in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen
weiterentwickelt. Das System ist relativ aufwendig, weil es eine intensive Reinigung und
Vorbehandlung der Böden erfordert, findet aber zunehmende Verbreitung. Einmal aufgrund
veränderter gesetzlicher Anforderun gen, zum anderen, weil eine zunehmende
Sensibilisierung der Bevölkerung gegen über Sturzunfällen eingesetzt hat.
Siehe auch:
Bauhof West baut barrierefrei (Baublatt 30)